- Kategorie
- Kopnena vojska
5. GARDIJSKA BRIGADA
Geschichte der Einheit
Die 5. gardijska brigada, genannt „Sokolovi“ (gelegentlich auch „Slavonski Sokolovi“), wurde am 25. Oktober 1992 in Vinkovci als kroatischer Verband aufgestellt. Sie setzte sich größtenteils aus Angehörigen ostslawonischer Einheiten zusammen, vor allem aus Kräften der 204. vukovarska brigada, der 108. brodska brigada, der 109. vinkovačka brigada, einer Satnija aus Nova Gradiška, der 122. đakovačka brigada, der 123. požeška brigade, der 132. našička brigada sowie Angehörigen der 3. gardijska brigada und weiterer Gardeeinheiten. Einziger Kommandant der Brigade war Ivan Kapular. Viele ihrer Angehörigen hatten bereits vor der formellen Aufstellung an der Verteidigung von Vukovar, Osijek und Vinkovce sowie anderer Städte in Ostslawonien teilgenommen.
Im Jahr 1992 war die Brigade in Slawonien und an der Südfront eingesetzt, zunächst schlecht ausgerüstet, später mit verbesserter technischer und logistischer Unterstützung. Anfang 1993 wurde sie in das Hinterland von Zadar verlegt, um die Verteidigung der Stadt zu übernehmen; dort konnte sie ohne größere Frontverschiebungen mehrfach serbische Angriffe abwehren und eingeschleuste feindliche Aufklärer und Diversanten vernichten. In diesem Zusammenhang beteiligte sie sich an der Operation Maslenica. Ende 1993 wurde die Einheit erneut an die Südfront verlegt, wo sich ihre Einsatzfähigkeit unter verschiedenen Wetter- und Geländebedingungen bestätigte. Mitte November 1994 kehrte die Brigade an die Front zurück, zunächst mit einer verstärkten Infanteriebataillon, ab Dezember 1994 in voller Stärke an der Südfront.
Am 1. Mai 1995 nahm ein Teil der Brigade mit zwei Infanteriebataillonen und zwei Panzerzügen an der Operation Bljesak zur Befreiung Westslawoniens teil und befreite innerhalb von 30 Stunden die Orte Gorice, Dubovac, Novi Varoš, Stara Gradiška sowie Save-Orte wie Donji und Gornji Varoš, wobei dem sogenannten „18. Korps“ der serbischen paramilitärischen Kräfte durch Kontrolle der Straße Okučani–Stara Gradiška hohe Verluste an Personal und Technik zugefügt wurden; zahlreiche Ausrüstung, Munition und Minen wurden erbeutet. Anschließend verlegte die Brigade sofort nach Ostslawonien zur Verteidigung. Während der Operation Oluja sicherte das 4. Bataillon der Brigade im Raum Nijemci–Komletinci die Linie gegen serbischen Artillerie- und Granatwerferbeschuss aus Šid und Umgebung. Insgesamt fielen 77 Angehörige der Brigade, etwa 300 wurden verwundet. Am 28. Februar 2003 wurde die Brigade zusammen mit den „Kunama“ in die neu aufgestellte 3. gardijska brigada eingegliedert und bestand danach nicht mehr fort.