- Kategorie
- Ratne brigade
- Unterkategorie
- Istra
143 Ogulinska Brigada
Geschichte der Einheit
Die 143. Brigade der Hrvatska vojska (HV) mit Sitz in Ogulin wurde am 13. November 1991 durch Befehl des Hauptstabs der HV aufgestellt. Ihre Wurzeln reichen zu den ersten legal bewaffneten Formationen der Region zurück: Am 7. Juli 1991 war das Bataillon „Klek“ des Zbor narodne garde mit anfangs 109 Angehörigen gebildet worden, die vorwiegend mit leichten Waffen, insbesondere Gewehren M-48, ausgestattet waren. Dieses Bataillon stoppte Ende Juli 1991 gemeinsam mit MUP-Kräften, Spezial- und Grundpolizei sowie Einheiten des Narodna zaštita die Angriffe tschetnischer Kräfte aus Richtung Plaški auf Cerovnik und Josipdol.
Nach der Erstürmung der JNA-Kasernen in Ogulin und Sveti Petar am 16. September 1991 sowie der Einnahme der Kaserne Skradnik am 19. September 1991 entstanden aus dem eroberten Material und Personal weitere Einheiten, darunter die 4. und 5. ogulinska pješačka bojna, die zunächst der 110. karlovačka brigada ZNG unterstanden, sowie eine erste selbständige Artilleriebatterie. Mit der Aufstellung der 143. Brigade am 13. November 1991 wurden diese beiden Bataillone zur 1. und 2. pješačka bojna der neuen Brigade, ergänzt um eine neu gebildete 3. pješačka bojna und einen gemischten Artillerie-Divizijun. Die Brigade übernahm und verteidigte die Frontlinie von Kamenica bis zum Gipfel der Kapela auf einer Länge von über 27 Kilometern, bis zum Sarajevoer Waffenstillstand, danach wurde sie vorübergehend demobilisiert.
Mitte 1993 wurde die Brigade aus der Reserve reaktiviert und übernahm zusammen mit der 14. domobranska pukovnija Slunj und der Domobranska bojna Ogulin eine über 40 Kilometer lange Frontlinie von Kamenica bis Jezerane. Im September 1994 entstand durch Zusammenlegung der 143. Brigade und der Domobranska bojna Ogulin die 143. ogulinska domobranska pukovnija. Im Rahmen der Operation Oluja im August 1995 bildete diese Pukovnija die Hauptkraft des Zborno područje Karlovac am Hauptangriffsrichtung; sie befreite binnen zwei Tagen Plaški und den Truppenübungsplatz Slunj, zog am 6. August gegen 14 Uhr als erste Einheit in Slunj ein und beteiligte sich anschließend an der Befreiung von Veljun, Vojnić, Vrginmost und Petrova gora, wobei sie über 130 Kilometer größtenteils zu Fuß zurücklegte und dabei geringe Verluste erlitt. Nach Kriegsende wurde die Einheit an der Grenze zu Bosnien-Herzegowina eingesetzt und Mitte 1996 demobilisiert. Insgesamt zählte die Brigade über 5000 Angehörige und galt als größte militärische Formation der Region Ogulin.