Oznake Domovinskog rataDigitales Archiv der Militärabzeichen aus dem Kroatienkrieg Sammlung Hrvatski
1. bojna 116. brigade – Metković
Kategorie
Ratne brigade
Unterkategorie
116. brigada HV – Metković
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1. bojna 116. brigade – Metković

Geschichte der Einheit

Die 1. bojna (1. Bataillon) war Teil der 116. brigade HV mit dem Beinamen „Neretvanski gusari" (Neretva-Piraten), die am 17. November 1991 in Metković durch Entscheidung des kroatischen Verteidigungsministers Gojko Šušak aufgestellt wurde. Das Bataillon war in Metković selbst stationiert, während weitere Bataillone der Brigade in Opuzen (2. bojna), Ploče (3. bojna), Nova Sela (4. bojna, „Otrićka") und später, ab 6. Juni 1992, in Blace (Stolačka bojna) aufgestellt wurden. Vorläufer der Brigade und damit auch Kern der späteren Bataillonsstruktur war die „A" satnija der ZNG in Metković, die bereits am 2. Juni 1991 als erste Kampfeinheit im Süden Kroatiens formiert worden war und sich als erste organisierte Einheit aus dem Neretva-Tal dem Vormarsch der jugoslawischen Kräfte entgegenstellte. Aus dieser Keimzelle entstanden im weiteren Kriegsverlauf mehrere Reservekompanien und -bataillone in der Region, die schließlich in der neu aufgestellten 116. brigade zusammengefasst wurden. Erster Kriegskommandant der 116. brigade war Nedjeljko Obradović (17. November 1991 – 28. Mai 1992), gefolgt von Ivan Beneta (28. Mai 1992 – 23. März 1993) und Joško Dragović (23. März 1993 – 2. Januar 1999). Eine gesonderte, namentliche Führung speziell des 1. Bataillons wird in den Quellen nicht genannt. Die Region um Metković und Opuzen wurde 1991–1992 wiederholt aus der Luft und durch Artillerie der JNA bombardiert. Die Brigade, zu der das 1. Bataillon gehörte, war an der Verteidigung des südkroatischen Küstenraums sowie an der Schlacht um Stolove am 10. April 1992 beteiligt, die als Wendepunkt der Verteidigung des Neretva-Tals gilt; hierbei wirkten auch Teile der 4. brigade ZNG, der 114. und 113. brigade HV mit. Anschließend beteiligten sich Einheiten der 116. brigade an der Befreiung des Dubrovniker Hinterlands, der Küste bei Dubrovnik und der Konavle. Durch die gesamte 116. brigade gingen insgesamt 6409 Verteidiger, von denen 65 fielen und mehrere Hundert verwundet oder erkrankten. Eine spezifische Aufschlüsselung dieser Verluste nach Bataillonen liegt in den Quellen nicht vor. Die Brigade wurde später in die 116. domobranska pukovnija umgewandelt und nach dem Dayton-Abkommen demobilisiert; 2011 wurde sie mit dem Orden Nikola Šubić Zrinski ausgezeichnet.