Oznake Domovinskog rataDigitales Archiv der Militärabzeichen aus dem Kroatienkrieg Sammlung Hrvatski
73. bojna Vojne policije – Split
Kategorie
Vojna policija
Bewertung der Darstellung
Bild
Info

Bewertet wird die Qualität der Darstellung (Bild und Info), nicht die Einheit selbst.

73. bojna Vojne policije – Split

Geschichte der Einheit

Die 73. bojna Vojne policije (73. bVP Split) war eine Batail­jonseinheit der kroatischen Militärpolizei, deren Ursprünge und Beteiligungen im Kontext des Kroatienkrieges (Domovinski rat) und der späteren Entwicklung der Streitkräfte stehen. Bereits zu Beginn der Aggression gegen die Republik Kroatien waren die Vorläufer und Einheiten der Militärpolizei als Taktička borbena grupa direkt in Kampfhandlungen auf mehreren Kriegsschauplätzen im damals teilweise besetzten Kroatien involviert. Die formelle Benennung als Antiteroristička Vojna policija (ATVP) erfolgte am 1. März 1993 auf der Vidova gora auf der Insel Brač, nachdem im Zuge des Krieges die Bataillone der Militärpolizei gebildet worden waren, zu denen neben der 72. bVP Knin, der 73. bVP Split, der 67. und 66. bVP Zagreb, der 68. bVP Osijek, der 71. bVP Rijeka und der 69. bVP Bjelovar auch die 70. bVP Karlovac zählten. Die Angehörigen dieser Antiterroreinheiten erhielten damals ihre offiziellen Einplanungen in die AT-Züge der Militärpolizei bei den genannten Bataillonen, während die 66. bVP Zagreb mit einem Einsatzgebiet auf dem gesamten Territorium der Republik Kroatien als Kompanie (Satnija) organisiert war. Aus diesen Strukturen ging die heutige Satnija Antiterorističke Vojne policije als feuerskräftiger Bestandteil der Pukovnija Vojne policije hervor. Die Einheiten des ATVP nahmen während ihres Kriegspfades im Rahmen der bedeutenderen Militäroperation der kroatischen Streitkräfte an Einsätzen teil, namentlich an den Operationen Bljesak, Ljeto 95, Oluja (wobei Angehörige der 73. bojna vojne policije unter anderem im August 2025 erwähnt werden), Maestral und Južni potez. Dabei agierten die ATVP-Einheiten entweder eigenständig zur Vorbereitung des Schlachtfeldes für anstehende Operationen oder als zugeteilte Verstärkung für größere Manövereinheiten beziehungsweise Brigaden der kroatischen Streitkräfte (OSRH). Die postkonfliktuelle Präsenz und die Nachkriegsgeschichte der Einheit sowie ihrer Führung spiegeln sich in historischen und medialen Erwähnungen wider, wie beispielsweise durch den pensionierten Oberst Željko Maglov, der als ehemaliger Kommandant der 73. bojna vojne policije geführt wird. In der Struktur der Streitkräfte untersteht die Einheit heute der Pukovnija Vojne policije, deren Kommandant brigadir Tomislav Kasumović war, während satnik Tomislav Katalenić als Kommandant der Satnija ATVP-a fungiert. Die Rekrutierung und Ausbildung basieren auf strenger Freiwilligkeit, dem Durchlaufen von Spezialeinheiten-Auswahlverfahren (PPUP) sowie spezifischen physischen und psychologischen Tests. Die Aufgaben umfassen militärpolizeiliche Spezialaufgaben wie den Schutz und die Sicherung von Schutzzonen durch Taktik-, Anti-Scharfschützen- und Anti-Drohnen-Teams, hochriskante Verhaftungen, die Unterstützung kriminalpolizeilicher Ermittlungen, die Bewältigung von Geiselnahmen sowie die Bekämpfung terroristischer und diverstanter Gruppierungen in den rückwärtigen Räumen militärischer Operationen. Darüber hinaus beteiligte sich die Einheit an internationalen Einsätzen und Projekten, darunter die multinationale Militärpolizeibataillon-Initiative (MNMPBAT) seit deren Beginn sowie an Auslandseinsätzen und Friedenssicherungsmissionen von Afghanistan (beginnend mit dem 1. Zug VP für Kampfunterstützung im Jahr 2003) über den Irak, Polen und Litauen bis nach Ungarn, wobei Angehörige teilweise die Funktionen von Provost Marshals übernahmen oder ausländische Streitkräfte im Militärpolizeidienst mentorierten.