- Kategorie
- Postrojbe
7. domobranska pukovnija – Zadar
Geschichte der Einheit
Die 7. domobranska pukovnija Zadar wurde am 27. Juli 1992 aufgestellt und gilt den Quellen zufolge als eine der am besten organisierten und strukturierten Pukovnije (Regimenter) der Streitkräfte der Republik Kroatien. Ihr traten bereits erfahrene Soldaten aus zuvor bestehenden Zadarer Formationen bei, die im Zuge der Neuorganisation entweder auf taktische Gruppen reduziert wurden – die 112. Brigade (Zadar) und die 134. Brigade (Biograd/Benkovac) – oder vollständig aufgelöst wurden, wie die 159. Brigade (Zadar) und die 164. Brigade (Zadar/Starigrad), die beide aus selbstständigen Bataillonen der 112. Brigade hervorgegangen waren. Die Domobranske pukovnije der HV hatten gemeinsam mit UN-Truppen die friedliche Reintegration der besetzten, als UNPA-Zonen („Pink Zones“) definierten Gebiete durchzuführen.
Unmittelbar nach ihrer Gründung übernahm die Einheit einen Frontabschnitt am Velebit, der zuvor von der Planinska satnija aus dem Raum Starigrad, bestehend aus erfahrenen Kämpfern, gehalten wurde. Bis Ende 1992 übernahm die Pukovnija die gesamte Frontlinie von Novsko ždrilo bis Zrilić oberhalb von Gorica. In ihre Reihen traten Freiwillige aus Zadar und dem zadarskem Hinterland ein.
Vor Beginn der Operation „Maslenica“ übernahmen Angehörige der Pukovnija Aufklärungs- und Einweisungsaufgaben für neu eingesetzte Verbände; ihre Ortskenntnis und Aufklärungsdaten galten als entscheidend für den Erfolg der Aktion. Die Einheit beteiligte sich an der Befreiung von Podgradina, Paljuvo, Novigrad, des Flughafens, von Crno, Murvica, Smoković und Škabrnja. Dabei fielen fünf Angehörige, mehrere Dutzend wurden verwundet. Nach „Maslenica“ übernahmen nacheinander Danijel Kotlar, Damir Vicković und Danijel Telesmanić Did das Kommando.
In der Operation „Oluja“ befreite die Pukovnija das zadarske Hinterland – Škabrnja, Gornji Zemunik, Nadin, Korlat, Bruška – und übernahm Mitte August 1995 einen Frontabschnitt am Berg Bobara, wo sie an der Operation „Maestral“ zur Befreiung von Drvar teilnahm. Nach der Pensionierung Telesmanićs 1997 übernahm Darko Banić das Kommando bis zur Auflösung 1998. Insgesamt dienten über 5000 Branitelji in der Einheit, 35 fielen, mehrere Hundert wurden verwundet.