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56. samostalna bojna
Geschichte der Einheit
Die 56. samostalna bojna Hrvatske vojske war eine militärische Einheit aus dem Raum Kutina, deren Angehörige auch aus Ivanić-Grad, Garešnica und Novska stammten. Ihre Aufstellung begann am 28. Juni 1991 auf Befehl des kroatischen Verteidigungsministers Martin Špegelj, zunächst als 56. rezervni bataljon Zbora narodne garde, dann als 56. pričuvni samostalni bataljun ZNG, bevor sie schließlich als 56. samostalna bojna Hrvatske vojske firmierte. Bereits am 29. Mai 1991 war Zvonimir Gregurić, Reservekapitän 1. Klasse, zum Kommandanten ernannt worden; er blieb bis zur Demobilisierung der Einheit in dieser Funktion. Das erste Zapovjedništvo bestand aus Ivan Haić, Zdravko Brezak, Branko Batrla, Dragan Odak und Damir Kotarski. Von den ersten 180 Freiwilligen musste die Einheit wegen Waffenmangels zeitweise aufgelöst werden, da nur 17 Gewehre M-48, ein automatisches Gewehr und ein Maschinengewehr zur Verfügung standen. Nach der Eroberung von JNA-Kasernen im September 1991 verbesserte sich die Bewaffnung erheblich; am 9. September wurde unter Jozo Santrić eine Raketeneinheit mit 128-mm-Werfern aufgestellt, die am 11. September bei Novalja erstmals im Einsatz war.
Die Bojna beteiligte sich zusammen mit MUP-Kräften an der Befreiung von Bujavica am 14. Oktober 1991, dem ersten befreiten Ort im Domovinski rat; führend war dabei der Aufklärungs- und Diversantenzug „Časne sestre“ unter Ivan Desić, die Gesamtaktion leitete Zdenko Vugrinović. Am 19. November 1991 wurde das Dorf Lovska erobert, wobei ein Soldat fiel und zwei verwundet wurden. Im Rahmen der Operation Orkan '91 griff die Einheit, verstärkt durch die 65. samostalna bojna aus Ivanić Grad und die Gruppe „Merčep“, am 23. November 1991 in Richtung Brezina an; nach anfänglichem Erfolg erfolgte ein starker Gegenangriff der JNA. Dabei fielen Ivan Križak, Siniša Coha, Srećko Demeter, Krunoslav Rošin und Željko Kosović. Bis zur Auflösung im Juli 1992 durchliefen 1334 Angehörige die Einheit, 41 wurden verwundet, 12 fielen, namentlich auch Željko Crnković, Vladimir Fabijanec, Marijan Fišter, Branko Gršić, Pavao Horvat, Mijo Marinović und Dragan Odak. Die Einheit wurde mit dem Orden Nikola Šubić Zrinski ausgezeichnet.