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114. brigada HV – Split
Geschichte der Einheit
Die 114. Brigade der Hrvatska vojska wurde am 1. Juni 1991 in Split gegründet, konkret im dortigen Schiffswerft-Betrieb (splitski brodogradilište), und ging aus der sogenannten „Škverski bataljun“ hervor, jenem 1. Bataljon, der ursprünglich am 16. Oktober 1990 als II. Polizeibataillon aufgestellt worden war. Als erste Reserveeinheit der kroatischen Armee wurde sie durch Entscheidung des kroatischen Verteidigungsministers ins Leben gerufen. Ihren Kern bildeten Freiwillige aus dem Betrieb Brodosplit, weshalb sie im Volksmund als „Arbeiterbrigade“ bezeichnet wurde. Ergänzt wurde die Truppe durch Freiwilligen-Kompanien aus Žrnovnica und Putalj/Kaštela sowie durch Angehörige weiterer Unternehmen aus Split, Solin und Kaštela wie Brodomerkur, Dalma, Dalmacijacement, Diokom, HPT, Koteks, Promet, Slobodna Dalmacija und INA. In der Folge wurden ein Bataillon aus Trogir (2. trogirska bojna, aufgestellt am 28. Juni), ein omiško Bataillon unter Mile Čatlak und Bruno Vukić – hervorgegangen aus der 6. cetinska flota unter Vitomir Brzović –, eine Solin-Dugopolje-Kompanie unter Ljubo Marasović sowie eine Einheit aus Žrnovnica unter Vinko Barbarić aufgestellt.
Erster Kriegskommandant war Ante Čatlak. Die ersten beiden Monate nutzte die Brigade zur Sammlung von Waffen und Ausrüstung; bis Ende Juli 1991 kamen rund 620 Gewehre, überwiegend vom Typ M-48, zusammen. Im Dezember 1991 bezog die Brigade Stellungen im Raum Drniš und auf dem Svilaja-Gebirge, wo ihr das IX. Bataillon des HOS sowie der Zug „Čavoglave“ angegliedert wurden. Anschließend rückte sie nach Vrlika vor, um die Blockade von Kijevo zu durchbrechen. Im Januar 1992 zeichneten sich Angehörige der Brigade bei der Abwehr eines Angriffs auf den Berg Mosećh aus, wobei dem Gegner erhebliche Verluste zugefügt wurden. Anfang Februar 1992 verließ das 1. Bataillon die Brigade und bildete die Grundlage der neu aufgestellten 158. Brigade. Während 1992 war die Einheit an der Südfront eingesetzt. Später beteiligte sich die Brigade, mit dem Beinamen „Škorpioni“, an den Operationen Zima, Ljeto '95 und Oluja, wofür Präsident Franjo Tuđman, der Verteidigungsminister sowie der Kommandant des Zbornog područja Split ihr Lob aussprachen.
Insgesamt dienten 7900 Angehörige in der Brigade, 88 fielen, mehrere Hundert wurden verwundet. Sie wurde mit dem Orden Nikola Šubić Zrinski ausgezeichnet. Am 30. Juni 2000 ging sie in der neu gebildeten 625. Brigade auf, der Großteil der Männer wurde demobilisiert.
Varianten derselben Einheit
Das Abzeichen wurde im Kriegsverlauf angepasst — hier die weiteren bekannten Varianten.