Oznake Domovinskog rataDigitales Archiv der Militärabzeichen aus dem Kroatienkrieg Sammlung Hrvatski
110. brigada Hrvatske vojske KARLOVAC
Kategorie
Ratne brigade
Unterkategorie
110. brigada HV – Karlovac
Bewertung der Darstellung
Bild
Info

Bewertet wird die Qualität der Darstellung (Bild und Info), nicht die Einheit selbst.

110. brigada Hrvatske vojske KARLOVAC

Geschichte der Einheit

Die 110. brigada Hrvatske vojske Karlovac wurde am 28. Juni 1991 in Karlovac als 110. brigada Zbora narodne garde aufgestellt. Die Mobilisierung des 1. Bataillons (bojna) und eines Teils des Zapovjedništva der Brigade erfolgte an diesem Tag ab 10.00 Uhr an zwei Mobilisierungssammelplätzen, dem Alten Schloss Dubovac und dem DVD-Gebäude in Mahično, mit einem zusätzlichen Reservesammelplatz auf Kalvarija. Diese Mobilisierung gilt als eine der erfolgreichsten überhaupt: Von 235 versandten Aufgeboten folgten 220 Freiwillige dem Ruf, 208 verblieben letztlich in der Einheit, während 12 aus berechtigten Gründen entlassen wurden. Die Brigade war die zentrale Formation zur Verteidigung von Karlovac im Domovinski rat. Bereits im August und September 1991 hielten ihre Angehörigen Stellungen bei Lasinja und Topusko sowie auf den Anhöhen um Slunj und sicherten die Brücken über die Mrežnica. Angesichts der starken Präsenz der Jugoslavenska narodna armija (JNA) in Karlovac bestand eine ihrer wichtigsten Aufgaben in der Blockade von Kasernen und militärischen Einrichtungen. Während im Oktober 1991 die Übergabe der meisten JNA-Objekte ausgehandelt wurde, kam es im November zu heftigen Kämpfen um die Kaserne Logorište und das Lager Jamadol, bei denen die Brigade schwere Verluste erlitt. Mit der Einnahme von Jamadol und dem Ende der Kämpfe um Logorište, aus dem sich der Gegner trotz des Verlusts von acht Panzern unter Begehung schwerer Verbrechen zurückziehen konnte, wurde die Verteidigung des weiteren Karlovacer Raums entscheidend gestärkt. Von zentraler Bedeutung war die Verteidigung von Turanj, wo die 110. Brigade dem Gegner starken Widerstand leistete und die Stadt gegen anhaltenden Artilleriebeschuss verteidigte. Die Einheit war zudem im Raum Ogulin eingesetzt und sicherte wichtige Kontrollpunkte an der Verbindungsachse zwischen Nord- und Südkroatien. Nach Inkrafttreten des Sarajevoer Waffenstillstands kämpfte die Brigade an der bosnisch-posavinischen Front, ging im Oktober 1992 in Reserve, wurde im September 1993 erneut mobilisiert und an den schwierigsten Abschnitten der Karlovacer Front eingesetzt. Im Juli 1995 wurde sie zusammen mit der 13. domobranska pukovnija zur 110. domobranska pukovnija umstrukturiert, die eine bedeutende Rolle in der Operation Oluja spielte. Erster Kommandant war brigadir Luka Janči. Im Krieg fielen 109 Angehörige der Brigade, 438 wurden verwundet; ihr zu Ehren wurde 2003 ein Platz in Karlovac eröffnet.