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108. brigada Hrvatske vojske – Slavonski Brod
Kategorie
Ratne brigade
Unterkategorie
108. brigada HV – Slavonski Brod
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108. brigada Hrvatske vojske – Slavonski Brod

Geschichte der Einheit

Die 108. brigada Zbora narodne garde, spätere Hrvatska vojska, wurde am 28. Juni 1991 im Dorf Podcrkavlje bei Slavonski Brod aufgestellt, und zwar auf Befehl des damaligen Verteidigungsministers General Martin Špegelj. Die erste Bojna (Bataillon) formierte sich in Podcrkavlje, eine zweite in Sibinj, eine dritte in Nova Gradiška und eine vierte in Požega. Der Mobilisierungsaufruf hatte eine Rücklaufquote von 84,8 Prozent, wobei für 1046 Freiwillige zunächst keine Ausrüstung vorhanden war. Erster Brigadekommandant war Pero Katalinić, Stabschef war Ferdo Kožul. Im September 1991 dienten das 3. und 4. Bataillon als Kern für die Aufstellung der 121. und der 123. Brigade der HV; neue 3. und 4. Bataillone wurden im Oktober bzw. Dezember 1991 gebildet. Die Brigade war zunächst an der Front bei Nova Gradiška eingesetzt, wo sie ab 16. August 1991 erste Gefechte mit aufständischen Serben bei Smrtići und ab 17. August mit der JNA unter Ćeleketić erlebte, verbunden mit Luftangriffen auf Stara Gradiška und die Save-Brücke. Am 21. August 1991 stoppte die Brigade einen Zug bei Slavonski Brod und erbeutete zahlreiche Geschütze, Minenwerfer und Flugabwehrkanonen. Am 15. September 1991 beteiligte sie sich an der Belagerung und teilweisen Einnahme der Kaserne von Slavonski Brod, wobei die eigentliche Erstürmung durch die 3. gardijska brigada und die Polizei erfolgte; als Vergeltung erfolgten Luftangriffe auf die Stellungen der 108. Brigade. Ein Teil der Panzer der Brigade wurde am 19. September 1991 zur kurzfristigen Entblockade von Vukovar eingesetzt. Ab Frühjahr/Sommer 1992 kämpfte die Brigade in der Bosanska Posavina, insbesondere im Raum Orašje und Bosanski Brod, zur Verteidigung gegen serbische Angriffe und Beschuss von Slavonski Brod. Nach dem Fall von Bosanski Brod wurde ab 22. Oktober 1992 die Demobilisierung eingeleitet; bis 2. November 1992 wurden 1052 Angehörige entlassen. Insgesamt durchliefen rund 5000 Soldaten die Brigade, 161 fielen, 751 wurden verwundet. Sie wurde mit dem Orden Nikola Šubić Zrinski ausgezeichnet; aus ihr gingen die 139. und 157. Brigade hervor.

Varianten derselben Einheit

Das Abzeichen wurde im Kriegsverlauf angepasst — hier die weiteren bekannten Varianten.