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104. brigada HV – Varaždin
Geschichte der Einheit
Die 104. brigada Zbora narodne garde (ZNG), später Hrvatske vojske, aus Varaždin wurde aus Freiwilligen des varaždinskog kraja aufgestellt, die sich an ihrem Sammelpunkt in der ehemaligen JNA-Kaserne „15. svibanj“ bei Varaždin formierten. Am frühen Morgen des 30. Oktober 1991 verließen die ersten Angehörigen der 1. bojna (1. Bataillon) der Brigade diesen Sammelpunkt und wurden in organisierter Kolonne per Autobus und Lastwagen an die Front nach Westslawonien verlegt, wo pobunjeni Srben mit Unterstützung des Banjolučki korpus und Teilen des Varaždinski korpus der ehemaligen JNA weite Gebiete besetzt hatten und Städte wie Pakrac, Daruvar, Nova Gradiška oder Virovitica bedrohten.
Die Einheit traf im Raum Brekinjska–Kapetanovo Polje ein und wurde dem Zapovjedništvo obrane sektora Pakrac unterstellt, unter Bataillonskommandant Marijan Strelec. Die 2. satnija der 1. bojna, geführt von Marijan Kos (Stellvertreter Rajko Košćak), erhielt den Auftrag, das Dorf Toranj zu besetzen, Häuser zu durchsuchen und die Zivilbevölkerung zu schützen; unterstützt wurde sie von vier Panzern aus Richtung Batinjani und Banovac. Beim Vorrücken durch Waldgebiet wurde die Satnija beschossen, worauf sich četnički Kräfte in den Wald Turkovača zurückzogen; ein JNA-Flugzeug warf danach eine 250-kg-Bombe ab, ohne Opfer zu fordern. In den folgenden Wochen wurden Stellungen, Schützengräben und Minenfelder um Toranj ausgebaut, wobei die Einheit ständigem Beschuss durch Maschinengewehre, Scharfschützen, Mörser (80–120 mm) und Mehrfachraketenwerfer (VBR 122 mm) ausgesetzt war. Am 1. November 1991, trotz vereinbarter Waffenruhe zu Allerheiligen, griffen četnici den zweiten Zug an; dabei fiel desetnik Vladimir Dombaj. Die Satnija blieb bis Mitte November 1991 in Stellung, bis Ablösung eintraf. Die Logistik organisierte bojnik Ivan Sokač, stellvertretender Brigadekommandant. Auch Marijan Kostanjevac, Satnija-Kommandant bzw. Bataillons-Stellvertreter, berichtete vom Einsatz bei Ploštine, Batinjani und Lipik.